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Heinz Erhardt auf Heimatkanal

Heinz Erhardt war nicht nur Schauspieler und Komiker, sondern auch Musiker und Dichter. Er wurde vor allem in den 1950er- und 60er-Jahren zu einem der beliebtesten Unterhaltungskünstler im deutschsprachigen Raum. Er zeichnete sich durch seinen unverwechselbaren Humor aus, der auf Wortspielen, Sprachwitz und harmlos-skurriler Komik basierte. Mit seinem bürgerlich-unauffälligen Auftreten, der dicken Brille und einem schelmischen Lächeln verkörperte er oft den sympathischen Tollpatsch oder überforderten Familienvater. Erhardts Auftritte – ob im Film, im Fernsehen oder auf der Bühne – verbanden kindliche Verspieltheit mit feinsinniger Ironie. Bis heute gilt er als Ikone des deutschen Nachkriegshumors.

Heinz Erhardt – Kurzvita

Geburtsdatum: 20. Februar 1909
Geburtsort: Riga (Lettland)
Gestorben: 5. Juni 1979 in Hamburg

Heinz Erhardt kam als Kind von Lettland nach Deutschland, wo er eine musikalische Ausbildung am Leipziger Konservatorium absolvierte. Zunächst als Pianist und Kabarettist tätig, feierte er ab den 1950er-Jahren große Erfolge als Schauspieler und Komiker im deutschen Film. Mit seinem trockenen Humor, seiner Vorliebe für Wortspiele und seinem harmlos-spitzbübischen Auftreten begeisterte er ein Millionenpublikum. Klassiker wie „Witwer mit 5 Töchtern“„Das kann jedem passieren“ oder „Natürlich die Autofahrer“ machten ihn zur Ikone des Nachkriegskinos. Auch seine humoristischen Gedichte und Sketche sind bis heute beliebt und werden regelmäßig zitiert. Erhardt war vierfacher Vater, blieb Zeit seines Lebens volksnah und galt trotz großer Erfolge als bescheiden. Er starb wenige Jahre nach einem schweren Schlaganfall, der ihn sprachunfähig gemacht hatte.

Heinz Erhardt- Die Sendetermine

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„Ach Egon!“

In der Verwechslungskomödie „Ach Egon!“ aus dem Jahr 1961 spielt Heinz Erhardt den schrulligen und gutmütigen Egon Kummer, einen Affendompteur, der plötzlich im Leben seines ehemaligen Stiefvaters – dem Kinderarzt Dr. Waldemar Weber – auftaucht. Weber hatte Egon einst in seiner Studentenzeit aus Dankbarkeit adoptiert, um dessen uneheliche Herkunft zu legitimieren. Doch seiner heutigen Ehefrau hat er diese Vergangenheit stets verschwiegen.

Als Egon samt seinen Schimpansen überraschend zu Besuch kommt, gerät das gutbürgerliche Familienleben komplett aus den Fugen. Missverständnisse, Eifersucht und Identitätsverwirrungen häufen sich – insbesondere, als Egon sich schließlich als Frau verkleidet, um eine weitere Lüge aufrechtzuerhalten. Mit viel Wortwitz, tierischem Chaos und typischem Erhardt-Humor steuert das Ganze auf ein unerwartetes und versöhnliches Ende zu.

Kurzinfo „Ach Egon!“
Jahr: 1961
Darsteller: Heinz Erhardt, Corny Collins, Adrian Hoven, Grethe Weiser, Gunther Philipp, Carmela Künzel, Ruth Stephan, Rudolf Vogel
Regie: Wolfgang Schleif

„Immer die Radfahrer“

In der spritzigen Komödie „Immer die Radfahrer“ unternehmen drei alte Schulfreunde – gespielt von Heinz ErhardtHans-Joachim Kulenkampff und Wolf Albach-Retty – eine nostalgische Radtour durch Kärnten, um ihre Jugendzeit noch einmal aufleben zu lassen. Was als harmlose Männerpartie beginnt, entwickelt sich schnell zu einem turbulenten Abenteuer voller Missverständnisse, Eifersucht, flirtender Begegnungen und unerwarteter Wiedersehen.

Während die Herren versuchen, sich von ihren familiären Pflichten zu lösen, bleiben ihre Ehefrauen nicht lange ahnungslos – und folgen ihnen heimlich. Besonders Heinz Erhardt sorgt mit seinem typischen Wortwitz, liebenswertem Chaos und komödiantischem Timing für zahlreiche Lacher. Ein heiterer Film über Freundschaft, Midlife-Crisis und die kleinen Fluchten aus dem Alltag – charmant, flott und voller Situationskomik.

Kurzinfo „Immer die Radfahrer“
Jahr: 1958
Darsteller: Heinz Erhardt, Hans-Joachim Kuhlenkampf, Wolf Albach-Retty, Waltraut Haas, Mady Rahl, Peter Kraus, Corny Collins, Katharina Mayberg
Regie: Hans Deppe

„Drei Mann in einem Boot“

In der spritzigen Komödie „Drei Mann in einem Boot“ begeben sich die Freunde GeorgHarry und Jerome – gespielt von Walter GillerHeinz Erhardt und Hans-Joachim Kulenkampff – auf eine scheinbar harmlose Bootstour auf der Weser, um dem stressigen Alltag zu entfliehen. Doch aus der geplanten Männer-Auszeit wird schnell ein chaotisches Abenteuer, denn unterwegs geraten sie in jede Menge Turbulenzen – von Liebesverwicklungen über Missverständnisse bis hin zu skurrilen Begegnungen.

Heinz Erhardt glänzt dabei in seiner Paraderolle als liebenswürdiger Tollpatsch, dessen trockenem Humor und Wortwitz keiner entkommt. Der Film basiert lose auf dem gleichnamigen Romanklassiker von Jerome K. Jerome und bietet einen unterhaltsamen Mix aus Slapstick, Ironie und Situationskomik – ein Klassiker des deutschen Nachkriegskinos.

Kurzinfo „Drei Mann in einem Boot“
Jahr: 1956
Darsteller: Heinz Erhardt, Walter Giller, Hans-Joachin Kulenkampff, Ina Duscha, Loni Heuser, Ida Boros
Regie: Helmut Weiss

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